vorne rechts ein Mann mit kurzem Bart, oben links grelles Scheinwerferlicht

DREAM REQUIEM

Rufus Wainwright - Der Mädchenchor in der Berliner Philharmonie

Philharmonie Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1

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Auf Einladung des Deutschen Symphonie-Orchesters ist der Mädchenchor der Sing-Akademie am 25. April 2027 in der Berliner Philharmonie zu hören, in einer Aufführung von Rufus Wainwrights Dream Requiem.

Rufus Wainwright
Dream Requiem
für Sopran, Erzählerin, Chor und Orchester

Kazuki Yamada – Dirigent

Regula Mühlemann – Sopran
Iris Berben – Erzählerin
Rundfunkchor Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin
Simon Halsey – Choreinstudierung

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Wochenlang liegt eine so dichte Aschewolke in der Atmosphäre, dass kein Sonnenstrahl auf die Erdoberfläche durchdringt: 1815 bricht der Vulkan Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa aus und beschert der Welt ein »Jahr ohne Sommer«. George Byron beschreibt die Szenerie in seinem Langgedicht ›Darkness‹: »Mir kam ein Traum – es war nicht ganz ein Traum./ Die schöne Sonne war verglüht; die Sterne/ Verdunkelt kreisten in dem ew’gen Raum,/ Weglos und ohne Strahl; blind zog die Erde/ In mondesleerer Luft.«

Der Komponist und Singer-Songwriter Rufus Wainwright erinnert sich während der Corona-Pandemie an diese Worte – und entscheidet sich, ein Requiem zu komponieren: »Ein Requiem für die menschliche Berührung, das Miteinander und die menschliche Stimme«, wie es der Kurator Jörn Weisbrodt formuliert.

In seinem gewaltigen ›Dream Requiem‹ verbindet Wainwright das Byron’sche Gedicht – vorgetragen von Iris Berben – mit den lateinischen Texten der Totenmesse und schafft so nicht nur musikalisch, sondern auch textlich eine zeitgenössische Endzeitstimmung: Orchestrale Klagegesänge treffen auf einen riesigen gemischten Chor, einen Kinderchor und eine Solosopranistin. Im ›Offertorium‹ schwebt ein Bratschensolo über dem Orchesterklang und braucht überhaupt keine Worte – das letzte Wort hat jedoch die Pauke: Wie Sterne entfernen sich die letzten Töne in einem fantastischen Klanguniversum, das sich unaufhörlich ausdehnt, bis ein unerbittlicher Schlag die Zuhörenden in ihre Gegenwart zurückstößt.

Das Konzert wird live von radio3 vom rbb übertragen.